Am 1. Juli 2002 wurde das Bürgerbegehrten erfolgreich abgeschlossen. Mit der Übergabe der letzten Unterschriftenlisten hatten sich mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürger in unserem Sinne geäussert.
Ein Dank gilt all denen, die über Monate unermüdlich, auf der Strasse und im Bekanntenkreis, für die Sache gearbeitet haben.

Mit der Anerkennung des Begehrens und der abschließenden Entscheidung gegen die Öffnung des Grindelhofes durch die SPD, GAL und CDU(!) Fraktionen der Eimsbüttler Bezirksversammlung wurde das -juristisch unverbindliche- Bürgerbegehren zu einem entscheidenden Argument gegenüber dem Senat.

Der zuständige Bausenator Mettbach hat mittlerweile in verschiedenen Interviews auf das erfolgreiche Bürgerbegehren und seine "Ratifizierung" durch das Bezirksparlament hingewiesen und es als relevantes Argument hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise bezeichnet.

 

 

Vordruck der Unterschriftenliste + Anleitung zum Bürgerbegehren

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Stand: 8. Juli 2002

Die letzten Unterschriftenlisten für den Erhalt des Grindelhofes in seiner jetzigen Form wurden am 1. Juli 2002 dem zuständigen Bezirksamtsleiter übergeben.
Mit insgesamt rund 10.000 Unterschriften in nur sechs Monaten wehrt sich das Viertel gegen die Pläne des Senats, die Strasse für den Durchgangsverkehr zu öffnen und erwirkt nach Auszählung der Stimmen durch den Bezirk die Durchführung eines Bürgerentscheids.

Für das Zustandekommen eines Bürgerentscheids sind die Unterschriften von drei Prozent der Wahlberechtigten (im Bezirk Eimsbüttel 5.660) erforderlich.
Am 7. Mai diesen Jahres hatte die Auszählung des Bezirksamtes bereits 4.000 gültige Unterschriften ergeben. Am Montag werden dann insgesamt rund 10.000 Unterschriften von Unterstützern des Bürgerbegehrens eingereicht sein. Bei der großen Zahl von Unterschriften ist die Erreichung des geforderten Quorums nicht fraglich.
Die offizielle Bestätigung durch das Bezirksamt wird in einigen Wochen, nach Auszählung aller Stimmen erwartet.
Die ungeheure Zahl von Unterstützern zeigt deutlich, wie positiv die 1998 durchgeführten Umbaumaßnahmen von den Betroffenen bewertet werden. Nicht nur das größere Maß an Verkehrssicherheit, die Verringerung von Schadstoffbelastungen und Lärm für die Anwohner sind Ursache für die weitreichende Wertschätzung des Grindelhofes, sondern auch die Aufwertung des öffentlichen Raumes mit seinen Möglichkeiten für Flaneure, Café- und Restaurantbesucher.
Durch den Umbau des Grindelhofes ist das Viertel zunehmend auch für Familien mit Kindern wieder als Wohnort akzeptabel geworden. Als Votum für diese Lebensqualität mitten in der Stadt stehen die Unterstützer des Bürgerbegehrens!

 

Um der inzwischen von allen Seiten lauter werdenden Forderung nach einer Beibehaltung der Verkehrsführung am Grindelhof Nachdruck zu verleihen, hat die "Anwohnerinitiative Univiertel" am 4. Januar 2002 beim Abstimmungsleiter des Bezirksamts Eimsbüttel die Durchführung eines Bürgerbegehrens beantragt.

Nachdem sich in der Expertenanhörung des Kerngebietsausschusses (wie zuvor bereits die Hamburgische Architektenkammer, die Universität und deren technische Betriebe sowie zahlreiche Gewerbetreibende wie das Abaton Kino und ansässige Gastronomen) nun auch der ADAC dezidiert für eine Beibehaltung der Einbahnstrassenregelung ausgesprochen hat, wollen auch die Bürger als unmittelbar Betroffene ein unübersehbares Zeichen setzen


Übergabe der ersten 4.000 Unterschriften an den Bezirksamtsleiter:
v.l.n.r. Birte Jessen, Beate Reinhardt, Dr. Jürgen Mantell, Elke Niesters (mit Benno)
(Foto: Hamburger Wochenblatt)

Ziel ist es, die derzeitige Verkehrsführung am Grindelhof zu erhalten. Den genauen Wortlaut des Antrags entnehmen Sie bitte den Unterlagen, die Sie oben als download finden.

Damit in Hamburg ein Bürgerbegehren durchgeführt werden kann, bedarf es der Unterschrift von mindestens 3% der zur Bezirksversammlung wahlberechtigten Bürger des jeweiligen Bezirks. (Mindestalter 18 Jahre, deutscher oder EU-Staatsbürger, Wohnsitz in Hamburg seit mindestens 3 Monaten, Hauptwohnsitz in Eimsbüttel seit mindestens 1 Tag.)
In Eimsbüttel sind das ca. 5.800 Unterschriften.

Informationen zum Stand des Bürgerbegehrens und Tipps für Hilfswillige finden Sie stets aktuell an dieser Stelle.