22. Oktober 2002

Am 29. Oktober 2002 wird das Gebäude der Talmud-Tora-Schule am Grindelhof 30 in einem feierlicher Akt an die jüdische Gemeinde übertragen (Akkreditierung über die staatliche Pressestelle des Rathauses).

Mit der Unterzeichnung der Übergabevereinbarung durch den Ersten Bürgermeister Ole von Beust und Karin Feingold und Gideon Stoler kehrt die 1942 durch die Nationalsozialisten geschlossene Schule zurück in das ehemals jüdisch geprägte Viertel. Der Schulbetrieb wird voraussichtlich im kommenden Jahr, nach der Modernisierung des Gebäudes, wieder am Grindelhof stattfinden.

Die AnwohnerInnen des Viertels begrüßen diesen Schritt ausdrücklich.

Das Wissen um die Vergangenheit am Grindel und dessen Bewahrung liegt ihnen am Herzen, wie man an den zahlreichen Bemühungen um die jüdische Tradition sehen kann - zuletzt beim großen Sommerfest der AnwohnerInnen-Initiative, bei dem lokale AutorInnen Texte zur Geschichte des Viertels vortrugen.

Das Viertel weiss um seine reiche Vergangenheit und freut sich, dass durch die Wiederaufnahme des jüdischen Schulbetriebs am verkehrsberuhigten Grindelhof an diese angeknüpft wird.