Lösung für Verkehr auf Grindelhof?


Wird es in Hamburg bald eine zweite Straße mit variablem
Richtungsverkehr geben? Die Baubehörde plant für den
Grindelhof in Eimsbüttel eine Lösung, wie sie auf der
Sierichstraße praktiziert wird. Dort fließt der Verkehr von
früh morgens bis zwölf Uhr mittags stadteinwärts und von
zwölf Uhr mittags bis in die Nacht stadtauswärts. Nach
einem Bericht der "Welt am Sonntag" möchte Bausenator
Mario Mettbach (Schill-Partei) mit dieser Lösung den
Grindelhof wieder, wie von der Koalition versprochen, für
den Verkehr öffnen, ohne einen teuren Umbau vornehmen
zu müssen. Auch bei CDU und FDP wird inzwischen ein
kostenträchtiger Rückbau abgelehnt und diese
kostengünstigere Variante bevorzugt.

Ob mit dem neuen Plan der Streit um den Grindelhof
beendet und das laufende Bürgerbegehren obsolet
geworden ist, muss abgewartet werden. Rot-Grün hatte
den Durchgangsverkehr 1998 gestoppt, die viel befahrene
Straße verengt und Parkplätze abgebaut. Der neue Senat
wollte diese Veränderungen rückgängig machen. Dagegen
formierte sich schnell Protest der Anwohner, aber auch
Gewerbetreibender. Vor allem die Gastronomen hatten
inzwischen Geschmack an der Verkehrsberuhigung und der
damit einhergehenden ruhigeren Atmosphäre gefunden.
Mitte Oktober stimmte die Bezirksversammlung Eimsbüttel
einem Bürgerbegehren für den Erhalt der Straße in der
jetzigen Form zu, überraschend mit den Stimmen der
Bezirks-CDU.