"... Die Veränderung der Geschäftsstruktur bzw. die teilweise zu verzeichnenden Rückgänge der Umsätze sind keinesfalls im Zusammenhang zu sehen mit der einseitigen Sperrung des Grindelhofs zur Grindelallee sondern:

1. Geschätsschließungen beruhen auf der Erreichung der Altersgrenze (Meyer, Wiedemann) bzw. Erhöhung der Ladenmieten und auf gewerberechtlichen Auflagen (Mohr).

2. Die Gesamtstrukturschwäche des Einzelhandels ist natürlich auch am Grindelhof bemerkbar. Einzig die großen Einkauszentren können durch professionellen Mietermix diesem Trend entgegensteuern. Weiterhin sind Groß- und Baumärkte mir kostenlosem Parkplatzangebot die Nutznießer (...).

3. Der Einzelhandel am Grindelhof wandelt sich in seiner Struktur: weg vom Versorgungseinzelhandel des täglichen Bedarfs hin zur Erlebnisgastronomie, verstärktem Angebot an Dienstleistern wie Friseurgeschäften (von niedrig- zu hochpreisig) sowie Spezialgeschäften wie Optiker, Theaterkasse, Telefonladen etc. (... )

Der Grindelhof bleibt auch so sehr attraktiv für den gewandelten Einzelhandel."

Eginhardt Lisewski, Dipl. Ing. Architekt und Berater für Einzelhandelsstandorte