Hamburger Morgenpost vom 05.01.2002.

 

 

Grindelhof: Begehren eingereicht

 

Es hagelt Unmut der Bürger. Neben der Stresemannstraße hat der neue Senat nun bereits ein zweites Bürgerbegehren provoziert. Die Anwohner des Grindelhofes wehren sich gegen den geplanten Rückbau und meldeten gestern beim Bezirksamt ihre Initiative an. Ab der kommenden Woche sollen die benötigten 5500 Unterschriften zum Bürgerbegehren gesammelt werden.

"Die jetzige Verkehrsberuhigung hat eine wesentliche Verbesserung der Situation im Grindelhof mit sich gebracht. Fast alle Anwohner sind gegen einen Rückbau", so Christoph Muermann von der Anwohnerinitiative Univiertel, die das Bürgerbegehren initiiert. Es gehe dabei um Lebensqualität und Sicherheit: die Menschen des Quartiers befürchten, dass die Zahl der Autounfälle durch den geplanten Rückbau wieder zunimmt: "Die Unfälle haben sich in den vergangenen Jahren um 23 Prozent verringert", so Muermann. Doch wenn erst wieder rund 20000 Autos täglich durch den Grindelhof fahren, seien die Probleme programmiert.

Das jetzt in Gang gesetzte Bürgerbegehren trifft zeitlich auf den am Montag stattfindenden Kerngebietsausschuss, der sich mit dem Thema beschäftigen wird.