Erste Anhörung - Wird der Grindelhof wieder geöffnet? Grindelhof wird zum Symbol der Kompromissfähigkeit des SenatsDie Verkehrsberuhigung am Grindelhof ist ein ewiger Zankapfel. Nach dem Rückbau der Straße im November 1998 hagelte es Kritik von Gewerbetreibenden, Politikern und dem ADAC. Ein Gutachten der Handelskammer, das ein Geschäftesterben diagnostizierte, heizte die Debatte erst richtig an. Doch in letzter Zeit sind die kritischen Stimmen leiser geworden. Nur die neue Regierung steht geschlossen zu der im Koalitionsvertrag vereinbarten neuerlichen Öffnung der verkehrsberuhigten Straße. Oder etwa doch nicht? Der Grindelhof wird zum Symbol der Kompromissfähigkeit des Senats. Nicht zuletzt die Anwohnerinitiative, die jetzt ein Bürgerbegehren gegen die Wiederöffnung des Grindelhofs auf den Weg gebracht hat, macht Druck. Schon Rolf Peter Rocke, Vorstand des ADAC Hamburg, äußerte, dass die Kritik an dem Rückbau "nicht ganz begründet war". Auch die Wirte am oberen Ende des Grindelhofs halten die Einbahnstraßenregelung für günstig - während am unteren Ende eine Reihe von Läden über die Jahre geschlossen haben.Nicht unerheblich dürfte für die Entscheidungsfindung die heutige Sitzung des Kerngebietsausschusses Eimsbüttel sein. Dort sind Interessenvertreter vom ADAC über Anwohner und Einzelhandelsverband bis zur Uni zu einer Anhörung eingeladen. Bau- und Verkehrssenator Mario Mettbach (Schill-Partei) hat durchblicken lassen, dass er als Zuhörer kommen will. mk