Grindelhof: Bürgermeister will keine Änderungen
Bleibt der Grindelhof, so wie er ist?

Das Gezerre um den Grindelhof geht in eine neue Runde. In dem Streit über die Wiederöffnung der verkehrsberuhigten Straße hatte sich erst kürzlich Bau- und Verkehrssenator Mario Mettbach für die "Sierichstraßen-Lösung" ausgesprochen: Morgens würden die Autos in die City, abends wieder heraus geleitet. Bei den Parlamentariern der Regierungsfraktionen fand diese Lösung Zustimmung. Doch nun hat sich Bürgermeister Ole von Beust eingeschaltet: Er will, dass alles bleibt, wie es derzeit ist.Inzwischen habe er den Eindruck, die Leute im Viertel würden die Situation als wohltuend empfinden, meinte der Bürgermeister in einem Fernsehinterview. "Und vor diesem Hintergrund bin ich kein Chefideologe, der sagt: Egal was passiert, hier halten wir das Fähnlein hoch."Bleibt der Grindelhof, so wie er ist? Er sei sicher, dass die Baubehörde den "Wunsch des Bürgermeisters sehr wohlwollend aufnehmen werde", sagte Senatssprecher Christian Schnee. Dort gibt es indes noch keine Entscheidungsvorlage, auch nicht in Vorbereitung. "Da stellt sich dringend die Frage, was in der Baubehörde jetzt noch geprüft wird", meint Jörg Lühmann, verkehrspolitischer Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion. Es sei höchste Zeit, die Anwohner und Gewerbetreibende vor Ort verbindlich über die gefasste Richtungsentscheidung zu informieren. mk